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Passwörter: Wie sicher ist sicher?

Geschrieben am 19.02.2014


Passwörter schützen unsere persönlichen Daten. Soweit die Idee. Doch tun sie das auch wirklich? Meist benutzen wir für verschiedene Anwendungen ein und dasselbe Passwort. Das macht es Hackern leicht, auf unsere Daten zuzugreifen. Wir zeigen drei Möglichkeiten, wie man sich sicher und effizient gegen Missbrauch schützen kann. 

Ach, du liebes Passwort

Jeder kann ein Lied davon singen: Für beinahe alles und jedes haben wir im Internet mittlerweile ein Profil oder ein Login hinterlegt, das mit einem Passwort geschützt ist. Das Problem dabei: Wir sind zu faul, zu fantasielos oder einfach zu vergesslich, um uns jedes Mal ein neues Passwort auszudenken, geschweige denn zu merken. Was tun wir also? Wir wählen immer das gleiche Passwort. Doch das kann mitunter fatale Folgen haben.

Faulheit vs. Sicherheit

Mit gleich lautenden Passwörtern wiegen wir uns in einer falschen Sicherheit. Ja, wir öffnen damit dem Missbrauch sozusagen Tür und Tor. Warum? Neben leicht ableitbaren persönlichen Daten werden auch real existierende Wörter bei einem in Hackerkreisen sehr beliebten sogenannten „Wörterbuchangriff“ nur allzu leicht geknackt. Um unsere E-Mails und Onlinekonten zu schützen, brauchen wir daher sichere Passwörter, die aus mehr als den Namen unserer Liebsten und ihrem Jahrgang bestehen.

Was ist wichtig?

Die Erfahrung zeigt, dass nur schon ein minimaler Aufwand sehr viel mehr Sicherheit bedeutet. Ein sicheres Passwort besteht typischerweise aus einer zufälligen Abfolge von:

  • mindestens acht Zeichen
  • Gross- und Kleinbuchstaben
  • Zahlen
  • Sonderzeichen
  • und wird nur für ein Login verwendet.

Ha, werden Sie jetzt sagen, da liegt doch genau der Hase im Pfeffer. Für jede Anwendung ein anderes Passwort – das kriegt ja kein Mensch auf die Reihe! Doch weit gefehlt. Es gibt durchaus Methoden, die gar nicht mal so kompliziert sind. 

Aller guten Hilfen sind drei

Wir wagen hier die Behauptung: Sichere Passwörter sind keine Kunst und schon gar keine Glückssache. Vorausgesetzt, wir nehmen die Sache wenigstens ein bisschen ernst. Von allen verfügbaren Hilfen greifen wir hier deshalb die drei wichtigsten und besten heraus.

1. Für die Faulen: der Passwort-Generator

Wer nicht lange hirnen will, kann unter http://www.sicherespasswort.com kinderleicht beliebig viele (und sichere!) Passwörter generieren. Nachteil: Diese Passwörter scheitern in der Regel daran, dass wir sie nur mühsam auswendig lernen. Was also können wir tun? Zum Beispiel Tipp 2 befolgen!

2. Für die Schlauen: kreative Passwortwahl

Wir haben gelernt: Zufällige Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben sind nachweislich am sichersten. Doch wer sich das alles nicht merken kann oder will, geht die Passwortsuche am besten spielerisch an. Wie das geht? Ganz einfach: Man kreiert ein Wort mit mindestens acht Buchstaben als Grundlage, zum Beispiel regensatt, ersetzt dann aber einige Buchstaben durch visuell ähnliche Zahlen. Konkret hiesse das zum Beispiel: r3g3n8a1t. In einem nächsten Schritt lassen sich zusätzlich Grossbuchstaben ins Spiel bringen, also: R3g3n8a1T. Ergänzen wir dies nun noch mit einem oder mehreren Sonderzeichen, erhalten wir zum Beispiel: R3g3n?8a1T! Das ist schon eine gute Ausgangslage. Als zusätzliche Erschwernis lässt sich nun beispielsweise noch jedes dritte Zeichen durch einen Buchstaben der betreffenden Login-Seite ersetzen, also:

R3g3n?8a1T!

Youtube

R3Y3no8auT!

Sieht sehr kompliziert aus, ist es aber nicht. Dafür sicher. Nicht schlecht, oder?

3. Passwort mit Merksatz

Man nimmt einem Satz mit mindestens acht Wörtern mit Gross- und Kleinbuchstaben und zwei Satzzeichen: Ich will ein sicheres Passwort, das gut ist! Anschliessend ersetzt man mindestens zwei Wörter mit Zahlen. Ich will 1 6 Passwort, 5 gut ist! Danach nimmt man den Anfangsbuchstaben der einzelnen Wörter, inklusive Zahlen und Satzzeichen. Ich will 1 6 Passwort, 5 gut ist! Iw16P,5gi! Nun hat man ein Wort, das man sich gut merken kann. 

Sicherheit leicht gemacht

Wir wissen jetzt: Mit sehr wenig Aufwand lassen sich problemlos sichere Passwörter generieren. Sie schützen uns wirkungsvoll vor Angriffen auf unsere persönlichen Daten. Das Gute daran: Durch einen etwas kreativeren Umgang mit der Sprache lässt sich sehr leicht, rasch und effizient sehr viel mehr Sicherheit gewinnen. 


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