
Im Eintrittspreis war die An- und Rückreise mit dem öV inbegriffen. Für die Planung musste bei jeder Anmeldung der Einsteigebahnhof angegeben werden. Mehr als 50% der Reisenden wurden in Gruppen erwartet. Da aufgrund der Teilnehmerstruktur davon ausgegangen werden konnte, dass sich auch Einzelreisende der jeweiligen Orte und Gemeinden kennen und möglicherweise absprechen, wurden alle Einzelreisenden je Einsteigeort zu „virtuellen Gruppen“ zusammengefasst und planungstechnisch als Gruppen behandelt.
Ticket und Fahrplan
Den Reisenden wurde zwei Wochen vor dem Anlass zusammen mit den Tickets ein persönlicher Fahrplan mit „zwingender Empfehlung“ zugestellt. Aufgrund dieser engen Zusammenarbeit zwischen InnoTix AG, welche für das Ticketing und Mobility-Konzept am Christustag verantwortlich war, und den SBB, deren System PLABE die netzweite Kapazitätssteuerung und wagengenaue Planung jedes Reisenden optimal unterstützte, war eine 100%ige Lenkung der Reisenden möglich.
Beispiel für Tickets mit Fahrplan
Hin- und Rückreise
Da die freien Kapazitäten am Sonntagmorgen auch auf verstärkten Regelzügen nach Bern nicht ausreichten und die Reisenden primär aus den reformierten Gegenden der Schweiz zu erwarten waren, wurden aufgrund der Voranmeldungen bis Ende Februar insgesamt 23 Extrazüge nach Bern geplant.
Für die Rückreise am Abend war es nicht möglich, alle Reisenden exakt zu planen, da zu wenig Platz für Wartezonen bereitstand, und die Reisenden, welche mehr als eine Stunde auf eine Fahrgelegenheit hätten warten müssen, sich wohl anders organisiert hätten. Daher wurde das von den Konzerten her bekannte Konzept mit 2 Sektoren im Wankdorf angewendet: Im Sektor „rot“ wurden alle Reisenden Richtung Osten auf insgesamt 15 Shuttlezüge ab Gleis 5 nach Olten gelenkt, um dort in Richtung der entsprechenden Zielorte umzusteigen. Die Shuttlezüge fuhren alle weiter nach Basel oder Zürich, die Destination wurde jedoch erst kurz vor Olten bekannt gegeben. Im Sektor „gelb“ (Geleise 1 bis 4) fuhren die S-Bahnen nach Bern und Biel/Burgdorf/Gümligen sowie alle 15 Minuten Shuttle-Züge der BLS nach Bern.
Fazit
SBB und BLS haben zusammen mit InnoTix bewiesen, dass mit guter Planung auch im dicht befahrenen Netz grosse Zusatzleistungen erbracht werden können: Die SBB setzten am 13. Juni insgesamt 54 Extrazüge und 81 Überführungszüge ein, dazu wurden 77 Regelzüge verstärkt. Die BLS fuhren 18 Shuttle-Züge und 3 Extrazüge. Die enge und vorbildliche Zusammenarbeit mit den SBB und den Veranstaltern, das disziplinierte Publikum und das schlechte Wetter haben auch dazu beigetragen, dass das Konzept mit lediglich kleineren Verspätungen erfolgreich umgesetzt werden konnte.





