Dos and Don'ts bei der Konzeption von Mobile Apps

23.05.14

Am diesjährigen Mobile Business Forum der Universität St. Gallen hat Michael Auer, Interaction Designer bei InnoTix, einen Workshop zu Best Practice bei der Konzeption von Apps geführt. Hier fassen wir den Workshop kurz zusammen.

Wichtig: Die Konzeptionsphase

Für uns beginnt die Konzeptionsphase, sobald Vision oder Ziel einer App klar sind. Sie endet, sobald unser Kunde die Mockups und Key Workflows abgenommen hat und das Projekt in die Umsetzung durch die Entwickler geht. In agilen Projekten nach Scrum wird diese Phase in jedem Sprint durchlaufen, bei Projekten nach Wasserfall kann sie ein bis drei Monate dauern.

Entwickler möglichst früh in das Projekt miteinbeziehen

Wichtig ist uns, die Entwickler bereits früh einzubeziehen, damit sie sich mit dem Projekt identifizieren und wichtige Feedbacks geben können, noch bevor ein Entwurf zum Kunde geht. Wir haben hier schon viel teures Lehrgeld bezahlt: als unsere Designer mit schönen Vorschlägen und bereits der Abnahme seitens Kunde die Entwickler einbezogen, stellten diese rasch fest dass kleine, vom Standard abweichende, GUI-Elemente zu mehrtägigen Zusatzaufwänden führen. Allerdings muss auch aufgepasst werden, dass Entwickler die Kreativphase nicht ausbremsen.

 

Einbezug der Endbenutzer in der Konzeptionsphase

Ebenso entscheidend für den Erfolg bei den Endbenutzern einer App ist, dass diese vor oder während der Konzeptphase einbezogen werden, um so Ängste abzubauen und ohne hohe Kosten noch die Richtung ändern zu können. Ebenso hilft es unseren Interaction Designern, die realen Prozesse zu verstehen, da diese nicht immer mit den Soll-Prozessen der IT oder des Marketings übereinstimmen. So kann für einen Aussendienstmitarbeiter der Name des Haustiers oder der Kinder eine entscheidende Information sein (die bisher mangels Feld einfach hinten auf einer Karteikarte erfasst wurde) und weniger welchen Segmenten und Kampagnen der Kunde zugewiesen wurde. Herausforderung ist jedoch, das Feedback gut zu kanalisieren und das Wünschbare vom Machbaren je Phase zu trennen.

Interaktive Demos (Mockups) helfen für das gemeinsame Verständis im Projekt

Gute Erfahrungen machen wir mit interaktiven Demos in Form von klickbaren Screens direkt auf dem Tablet oder Smartphone, um Prozesse und Erwartungen zu verifizieren, noch bevor eine Zeile Code geschrieben wurde. Dies hilft auch, Entscheidungsträger wie eine Geschäftsleitung von einem Projekt zu überzeugen, imdem man ihnen „etwas in die Hand gibt“. Interaktive Mockups können z.B. auch dazu dienen, Displaygrössen und verschiedene Auflösungen oder unterschiedliche Betriebssysteme mit einem konkret umgesetzten Prozess auszuprobieren. Wir haben dies z.B. auch schon angewandt, um die optimalen Farben, Schriftgrössen und Kontraste eines iPad im Führerstand auszuprobieren, dies bei Sonne, Regen, Tunnel, Tag und Nacht etc.

Spannende Diskussionen im Workshop haben wir zu den Themen „Non-Standard-GUI-Elemente verwenden, ja oder nein?“, „Umgang mit Corporate Design und Identity auf Mobile Devices“, App Icon Gestaltung oder „One Task – One App“ geführt.

Gerne stehen wir persönlich für Ihre Konzeptionsherausforderung zur Verfügung!

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